OFFIZIELLE PRÄSENTATION
DER SEIFFENER MUSEEN
SCHAUEN · BENUTZEN · SPIELEN · VERSTEHEN
AKTUELL
22.12.2017 | 20.00 Uhr
Advents- und Weihnachtsmusik

im Spielzeugmuseum

AKTUELLE SONDERAUSSTELLUNGEN


Erzgebirgische Miniaturen (bis 31.03.2018)

Eine sächsische Erfindung aus Dresden.
 

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    Kurz nach 1900 entstanden im Erzgebirge einzigartige Kleinspielwaren. Eine ganze Welt winziger Miniaturen eroberte rasch die Kinderzimmer und zog auch Erwachsene in ihren Bann. In einer volkskundlich orientierten Ausstellung wird ihre Entstehung- und Entwicklungsgeschichte vorgestellt, darunter die damals von der Landeshauptstadt Dresden ausgehenden Impulse für die Spielzeugmacherorte des unteren und oberen Erzgebirges – Grünhainichen und Seiffen.


Gespanne groß und klein. (bis 30.09.2018)

Gezogen von Pferden, Kühen, Ziegen.
200 Jahre hölzerne Fuhrwerke aus dem erzgebirgischen Spielzeugland.

Sonderausstellung bis zum 30.09.2018 in der GALERIE IM TREPPENHAUS, Spielzeugmuseum

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    Gern wurde all das, was mit der Welt außerhalb des Hauses zu tun hatte, als Knabenspielzeug eingestuft. Fuhrwerke und diverse große und kleine Gespanne gehörten seit dem 19. Jahrhundert dazu. Solide gearbeitete Wagen mußten das tatkräftige Hantieren beim Be- und Entladen vertragen. Pferd und Ochse, plastisch aus dem Holz gearbeitet, mit „echtem“ Zaumzeug und fahrbar auf einem Räderbrettchen, waren typisch. Dazu kamen die passenden Karren und Leiterwagen, die in ihrer stellmacherischen Perfektion den Originalen der Erwachsenenwelt kaum nachstanden. Die Miniaturisierung der ergebirgischen Spielware führte 1905 zu einer kleinen gelbe Postkutsche, herausgegeben vom Seiffener Verlagshaus Heinrich Emil Langer. Seitdem gestaltete sich die Herstellung miniaturisierter, zumeist mit Zinnrädchen ausgestatteter Pferde- oder Ochsengespanne sowie Schlittengespanne zu einer Seiffener Spezialität. Um Nachahmungen auszuschließen wurden Neuheiten zum Musterschutz angemeldet. Für die Jahre 1907 bis 1909 waren es unter anderem Dampfspritzen, Brautkutschen und Militärwagen. Die meisten Hersteller kauften ihre Bespannung, also Pferde, Ochsen, Esel, von Reifentierherstellern. Eine Besonderheit weniger Produzenten waren schreitende Zugtiere. Auch die Kutscherfiguren wurden oft von spezialisierten Figurendrechslern bezogen. In den letzten 50 Jahren haben sich vor allem auch Liebhaber für diese Gespann-Geschichten interessiert und die kleinen (sowie großen) Kostbarkeiten in speziellen Sammlungen zusammengetragen.



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