DAS
   FREILICHTMUSEUM SEIFFEN
SCHAUEN · ERLEBEN · STAUNEN · VERSTEHEN

Tage des Historischen Handwerks

Freitag, 26.05.2017

traditionelle Handwerksvorführungen am Freitag 26. Mai und am Samstag 27. Mai - Samstag ist Familientag mit historischen Spiel- und Erlebnisangeboten - jeweils 10 bis 17 Uhr

im Freilichtmuseum Seiffen

Zweimal jährlich finden im Freilichtmuseum Tage des Historischen Handwerks statt: Am Wochenende nach Himmelfahrt und am zweiten Samstag im September. Im Mittelpunkt stehen Vorführungen in den originalen Werkstätten und die Nutzung althergebrachter Technologien des Holzhandwerks. Attraktion ist z.B. die Inbetriebnahme des Wasserkraft-Sägewerkes mit seinen 4 verschiedenen Sägemaschinen: Ein- und Mehrblattgatter, Besäumsäge und mechanischer Fuchsschwanz.

Zu Gast sind im Wechsel auch museumsfremde Fachkollegen wie der Bäumchenmacher oder der Butterformenstecher. In der Werkstatt des Spielzeugmacherhauses entsteht wie vor 100 Jahren ein typisches “Knabenspielzeug” - Pferd und Wagen. Auf der transmissionsbetriebenen Bandsäge wird ausgeschnitten, Teile werden mit Warmleim geklebt und die Pferdekörper dekorativ bemalt. 

In der Werkstatt des Drehwerkes von 1760 sind neben dem Reifendreher auch andere Drechsler bei der Arbeit. Gezeigt wird auch die Fertigung der typischen Reifentiere - vom traditionellen Leimfarbenanstrich bis zum sogenannten Kreidevieh, einer Variante, die um 1900 sehr verbreitet war.

Am originalen Standort Vorführen lassen und zum Teil Mitmachen - das begeistert die Gäste besonders. So werden oft handgespaltene Schindeln zur Eindeckung der Häuser gefertigt. Dafür ist ein ausgesuchter Fichtenstamm auf die üblichen Längen von etwa 50 cm zuzuschneiden und radial aufzuspalten. Die konischen Brettchen müssen anschließend auf der Schnitzbank mit einer Spitze und der handgearbeiteten Nut versehen werden.

Für die kleinen Gäste gibt es wechselnde Angebote, um selbst handwerliche Erfahrungen zum machen. Dabei können traditionelle Handarbeiten in kindgemäßer Weise probiert werden. Schablonieren mit alten Dekoren, Erfahrungen am Spinnrad, das Drücken von Massefiguren oder die Mithilfe beim Röhrenbohren sind mögliche Beispiele. Daneben sind historische Spiele vorbereitet, wie ein Vogelschießen oder eine Wiesenkegelbahn.

Am Flößerhaus im Freilichtmuseum ist ein Wasserlabyrinth aufgebaut: Zum Mittun und Verstehen! Anschaulich und lustig demonstrieren verschiedene Arten von Wasser-Rädern, wie und was sich mit der Naturkraft des fließenden Wassers antreiben lässt. Da schwingt ein Bauers eine Sense, dort pocht ein Specht, anderswo drehen sich farbige Ringe und über allem lärmt mit Flügelschlag ein kleiner hölzerner Vogel..

Von erfahrenen Handwerksmeistern der näheren Umgebung und Museumsmitarbeitern, die die althergebrachten Techniken und Bearbeitungsmöglichkeiten beherrschen, werden alte Werkzeuge und Maschinen in Gebrauch genommen, um traditionelle Handwerksarbeiten des Erzgebirges, vor allem der Holzverarbeitung auszuführen. Häusliches Nebengewerbe ist fester Bestandteil der Vorführungen.


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