OFFIZIELLE PRÄSENTATION
DER SEIFFENER MUSEEN
SCHAUEN · BENUTZEN · SPIELEN · VERSTEHEN
AKTUELL
18.08.2018 | 13.00 - 16.00 Uhr
SOMMER-ATELIER

im Freilichtmuseum Seiffen

AKTUELLE SONDERAUSSTELLUNGEN


GROSSES spielzeug AUS HOLZ (bis 23.09.2018)

Sonderausstellung im Spielzeugmuseum bis 23.09.2018

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    Vor der Umstellung auf Miniaturen Anfang des 20. Jahrhunderts galten raumgreifende Burgen, Puppenstuben oder Baukästen, aber auch großvolumige Gespannfahrzeuge und späterhin Eisenbahnen und Automobile als verkaufsträchtige Warengruppen. Sperrige, zum Teil recht schwere Puppenhäuser, Kaufläden oder Fahrzeuge waren vor allem in jenen Ortschaften in der Fertigung, die verkehrstechnisch günstig lagen und wo nach 1870 vorhandene Eisenbahnanschlüsse die Warentransporte erleichterten. Großspielzeug waren auf Grund seiner robusten Konstruktion oft auch für das Spiel im Freien geeignet. Stabilität und Langlebigkeit wurden versprochen, wenn man sich für Traktor und Hänger oder für einen hölzernen Gütezug als Boden- und Sandspielzeug entschied. Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt solcher gewichtigen und großformatigen Spielwaren.


Gespanne groß und klein. (bis 30.09.2018)

Gezogen von Pferden, Kühen, Ziegen.
200 Jahre hölzerne Fuhrwerke aus dem erzgebirgischen Spielzeugland.

Sonderausstellung bis zum 30.09.2018 in der GALERIE IM TREPPENHAUS, Spielzeugmuseum

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    Gern wurde all das, was mit der Welt außerhalb des Hauses zu tun hatte, als Knabenspielzeug eingestuft. Fuhrwerke und diverse große und kleine Gespanne gehörten seit dem 19. Jahrhundert dazu. Solide gearbeitete Wagen mußten das tatkräftige Hantieren beim Be- und Entladen vertragen. Pferd und Ochse, plastisch aus dem Holz gearbeitet, mit „echtem“ Zaumzeug und fahrbar auf einem Räderbrettchen, waren typisch. Dazu kamen die passenden Karren und Leiterwagen, die in ihrer stellmacherischen Perfektion den Originalen der Erwachsenenwelt kaum nachstanden. Die Miniaturisierung der ergebirgischen Spielware führte 1905 zu einer kleinen gelbe Postkutsche, herausgegeben vom Seiffener Verlagshaus Heinrich Emil Langer. Seitdem gestaltete sich die Herstellung miniaturisierter, zumeist mit Zinnrädchen ausgestatteter Pferde- oder Ochsengespanne sowie Schlittengespanne zu einer Seiffener Spezialität. Um Nachahmungen auszuschließen wurden Neuheiten zum Musterschutz angemeldet. Für die Jahre 1907 bis 1909 waren es unter anderem Dampfspritzen, Brautkutschen und Militärwagen. Die meisten Hersteller kauften ihre Bespannung, also Pferde, Ochsen, Esel, von Reifentierherstellern. Eine Besonderheit weniger Produzenten waren schreitende Zugtiere. Auch die Kutscherfiguren wurden oft von spezialisierten Figurendrechslern bezogen. In den letzten 50 Jahren haben sich vor allem auch Liebhaber für diese Gespann-Geschichten interessiert und die kleinen (sowie großen) Kostbarkeiten in speziellen Sammlungen zusammengetragen.



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