7 - 1 VIRTUELLESMUSEUM
Holzspielzeug aus dem Erzgebirge
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Kunsthandwerk und Drechselerzeugnisse

ABBILDUNG

Edelholzminiaturen 1935- 1950, Richard Ehnert

Richard Ehnert lag viel daran, die natürliche Ausdruckskraft der unterschiedlichen Hölzer hervorzuheben und gestalterisch zu nutzen. Anfang der 1930er Jahre "begann er Schritt für Schritt einheimische und ausländische Edelhölzer in der Miniaturendrechslerei einzusetzen." Immer wieder erfand er neue Motive von Figurengruppen. Berühmt war die "Vielfalt der Bäume, ob Laubbaum oder Nadelbaum, Palme, Sträucher oder Blumen, alles brachte er akribisch zur Geltung. Besonders stolz war er, was er immer wieder gern erwähnte, auf die Realisierung der Livistona Palme, eine Fächerpalme. Um den Käufer, und insbesondere den Betrachter seiner kleinen Kunstwerke, bei der Freude am Detail der Miniaturen zu unterstützen, wurde durch einen Stempelaufdruck auf der Verpackung jedes Teilchen der Miniatur genannt, und dazu die Holzart aus der es gefertigt wurde.... Aus dem Volksgut der Literatur, dem Liedgut, dem Zeitgeschehen und dem Volksleben entnahm er Themen, die auch außerhalb des Erzgebirges bekannt und beliebt waren. Das waren Anregungen, die er gestalterisch umzusetzen verstand."  (Informationen und Zitate aus einem ausführlichen Aufsatz von Klaus Treske, Fürth,  publiziert 2001 im  vom Spielzeugmuseum herausgegebenen "museumsdocument 01", Seite 7 ff.)