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VIRTUELLES Holzspielzeug aus dem Erzgebirge |
Rundgang |
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| Füll- und Schachtelware |
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Zwei
Dutzend Einzelteile, dekorativ auf helle Holzwolle gelegt, birgt dieser
Bauernhof, der um 1880 in einer stabilen Holzschachtel angeboten wurde.
Die Reifentiere sind von bester Güte. Sie sind nicht nur detailreich
bemalt, sondern weisen die Spezialität der massegeformten Euter auf.
Fachwerkbemalung und die Strohdächer deuten auf eine erzgebirgische
Motivwelt hin.
Heute ist fast vergessen, daß es Ende des 19. Jahrhunderts im Erzgebirge noch viele strohgedeckte Gebäude gab. Diese Spielzeughäuser, "gedeckt" mit Ähren und dem typischen Schindelabschluß am First, reflektieren diese einstige Besonderheit des Landstriches. An die Stelle der um 1850 im erzgebirgischen Spielzeug verbreitet gewesenen gespanten Holzbäumen oder derjenigen aus Moos ist hier das relativ haltbare, gut einfärbbare Luffa getreten. Dieses großporige Naturprodukt aus einem seegurkenähnlichen Gewächs hat als billigster Ersatzstoff um 1900 nahezu alle anderen Formen verdrängt. |
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