Holzeisenbahnen,
einfache Ausführung, nach Mustern des böhmischen Erzgebirges
um 1900, Spielzeugmuseum Seiffen |
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Industrielle,
oft billigere Konkurrenzprodukte, eine stetige Preissteigerung im Bereich
der Rohstoffe und Materialien und gewachsene Lebenshaltungskosten führten
in der 2. Hälfte des 19. Jh. zu verschiedenen Krisenerscheinungen.
Das
Erzgebirge geriet immer öfter zu einem Anbieter billigster Ware. Diese
"ordinären" Artikel waren von minderer Qualität: Dünnwandige
Brettchenwaren kamen auf, wenig bemalt, einfachst gebeizt oder naturbelassen.
Oder es waren die Seitenwände ganz aus Pappe gefertigt, lediglich
intensivfarbig gestrichen. Details an Fahrzeugen und Figuren wurden
weggelassen oder nur flüchtig gestempelt; den einfachen
geradlinig
gedrechselten Dockenkörpern fehlten Arme und Bemalung, Dekore und
Bildschmuck wurden entweder durch billige Lithografien ersetzt oder nur
durch einfarbiges Papier bzw. durch gestanzte Borten angedeutet. Brandmalerei
und Brandstempel ersetzten den Pinselzug. |