Das Sächsisch-böhmische Spielzeuggebiet im mittleren Erzgebirge - Sasko-česká hračkářská oblast na území středního Krušnohoří
Weihnachtsbrauchtum
Die Wertschätzung des Lichtes, als Gleichnis für Frömmigkeit und Wiedergeburt nach getaner bergmännischer Arbeit, ist zum Zentrum der bergmännisch geprägten, vor allem sächsichen Erzgebirgsweihnacht geworden. Das Licht gewann nach 1830 wesentlich an Bedeutung, als billigere Stearinkerzen die kostbaren Rüböllämpchen oder Wachskerzen ersetzen konnten. Katholischen Bräuche Böhmens, wie Weihnachtsspiele und Krippen, strahlten auch auf Sachsen aus. Böhmisches Brauchtum beinflusste die dörfliche und Familien- weihnacht beispielsweise im Zusammenhang mit dem Aufkommen der Weihrauchkerzen. Grenzüberschreitende Impulse gab es für verschiedene Lichtergestelle, doch auch Krippenbau und Varianten an Lichter- und Schwebeengeln gehen auf eine solche Ausstrahlung zurück. Allein für das Böhmische typisch blieben die im Kasten oder unter dem Glassturz gestalteten Weihnachtsszenen. Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Weihnachtsfest zunehmend zur volkstümlichen Familienweihnacht. Dies führte neben der Spielzeugfertigung zu einer bescheidenen Nebenproduktion weihnachtlicher Erzeugnisse.


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