Das Sächsisch-böhmische Spielzeuggebiet im mittleren Erzgebirge - Sasko-česká hračkářská oblast na území středního Krušnohoří
Wohnen und Arbeiten
Das historische Spielzeugland war von handwerklich orientierten Häuslerwirtschaften mit Selbstversorgung bestimmt. Die Wohnstube war in der Regel auch Arbeitsplatz. Wärmen, Kochen und Trocknen (an den hölzernen Ofenstangen) waren wichtige Aufgaben der hier vorhandenen einzigen Feuerstelle im Hause. Zumindestens im Winter war die Ofenumgebung auch ein Bereich der familiären Warenproduktion. Die Viehaltung und Bewirtschaftung der oft unzureichend fruchtbaren Felder beruhte noch um 1900 auf manueller Tätigkeit und auf der Anwendung traditioneller landwirtschaftlicher Geräte und des Gespanns. Vielerorts ging man als Einzelerzeuger zur Fertigung von Halbfabikaten nach außerhalb und mietete in den zahlreichen Wasserkraft- und Dampfkraftwerken maschinelle Technik an (Drechselbänke oder Sägen). Erst mit dem Aufkommen neuer technologischer Ansprüche und durch den Einsatz des Elektromotors ab 1912 richtete man im Haus extra Werkstatträume ein oder baute kleine separate Werkstattgebäude. Andererseits war durch die Entwicklung von Manufakturen am Ende des 19. Jahrhunderts bei vielen Bewohnern (Arbeitnehmern) ein Arbeitsbereich im eigenen Wohnhaus nicht mehr notwendig.


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