Das Sächsisch-böhmische Spielzeuggebiet im mittleren Erzgebirge - Sasko-česká hračkářská oblast na území středního Krušnohoří
Wirtschaft und Kultur
Die wirtschaftliche Basis stand über Jahrhunderte in Verbindung mit dem Bergbau. Die Land- und die Waldwirtschaft flankierte, zumal stark von der familiären und lokalen Eigenversorgung bestimmt. Selbstverständlich wurde die gesamte Wirtschaftsstruktur durch die Vielfalt der Handwerke ergänzt. Diese Grundstruktur veränderte sich im 18. Jahrhundert stark. Entscheidende Impulse kamen aus dem Seiffener Raum, wo gravierende Verfallserscheinungen des Zinnbergbaus die Holzbearbeitung mehr und mehr zum bestimmenden Gewerbe werden ließen. Das Drechseln als ergiebige rationelle Technik stand in diesem Prozess im Mittelpunkt. Besonders das böhmische Erzgebirgsvorland und der nördliche Erzgebirgsraum hatten sich im Laufe der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts vehement industrialisiert und waren mittels Eisenbahn erschlossen. Die Wirtschaftskraft erstarkte mit der Elektrifizierung ab 1912. Das kulturelle Leben war im evangelisch-katholischen Grenzraum von vielfältigen kirchlichen Bindungen bestimmt. Darüber hinaus nahm nach 1870 die Vereins- und Brauchtumstätigkeit beständig zu. Ein neues Regional-, Mundart- und Traditionsbewusstsein (Weihnachten) bestimmte den Ausklang des 19. Jahrhunderts.


Diese Website ist Teil des Projektes Vermittlung gemeinsamer historischer Werte der Volksbau- und Lebensweise sowie der Volkskunst im Erzgebirge - Raum Seiffen/ Lesná | Zprostředkování společných historických hodnot lidových staveb a životního stylu včetně lidového umění v krušnohorském regionu Seiffen
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