Das Sächsisch-böhmische Spielzeuggebiet im mittleren Erzgebirge - Sasko-česká hračkářská oblast na území středního Krušnohoří
Besiedlung des Kammgebietes
Unter Beteiligung von Zisterziensern setzte noch vor 1200 eine erste Erkundungsphase ein. Die strengen Naturbedingungen behinderten die landwirtschaftliche Kolonisierung im 12. bis 14. Jahrhundert. Selbst die parallell laufende montane Erschließung trug wenig dazu bei, die Kammregion bis in die höchsten Lagen zu besiedeln. Erste die zweite Kolonisierung bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts führte auf einem 130 Kilometer langen Gebirgsstreifen zur Gründung von Bergstädten, Dörfern und Siedlungen. Die Siedler waren aus den main-fränkischen und thüringisch-hessischen Räumen. Bauerndörfer waren zum Teil in Hufen angelegt, bei denen sich hinter dem Haus die Felder in breiten Streifen bis zum Waldrand zogen. Bei bergmännisch geprägten Gründungen richtete sich die Lage der Häuser in der Regel nach den Fundgruben und den notwendigen Erzaufbereitungsanlagen. Bergflecken erscheinen deshalb ungeordneter. Eine Lehnsurkunde von 1324 belegt den Seiffener Zinnbergbau. Während das Kammgebiet und der Raum weiter bis Seiffen und Pfaffroda von Böhmen her kolonisiert wurde, ging die Besiedlung des anderen Gebirgsteils von Norden her aus.


Diese Website ist Teil des Projektes Vermittlung gemeinsamer historischer Werte der Volksbau- und Lebensweise sowie der Volkskunst im Erzgebirge - Raum Seiffen/ Lesná | Zprostředkování společných historických hodnot lidových staveb a životního stylu včetně lidového umění v krušnohorském regionu Seiffen
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