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Zweimal
jährlich finden im Freilichtmuseum Tage des Historischen Handwerks
statt: Am Wochenende nach Himmelfahrt und
an einem Samstag im September. Im Mittelpunkt
stehen Vorführungen in den originalen Werkstätten und
die Nutzung althergebrachter Technologien des Holzhandwerks. Attraktion
ist die Inbetriebnahme des Wasserkraft-Sägewerkes mit seinen 4 verschiedenen
Sägemaschinen: Ein- und Mehrblattgatter, Besäumsäge und
mechanischer Fuchsschwanz. |
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Zu
Gast sind auch museumsfremde Fachkollegen wie der Intarsienschneider,
der Bäumchenmacher oder der Butterformenstecher. In der Werkstatt
des Spielzeugmacherhauses entsteht wie vor 100 Jahren ein typisches
“Knabenspielzeug” - Pferd und Wagen. Auf der transmissionsbetriebenen Bandsäge
wird ausgeschnitten, Teile werden mit Warmleim geklebt und die Pferdekörper
dekorativ bemalt. |
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In
der Werkstatt des Drehwerkes von 1760 sind neben dem Reifendreher
auch andere Drechsler bei der Arbeit. Oft beteiligen sich Lehrlinge der
Spielzeugschule und drechseln alte, für die Region typische Spielzeugformen
- Kreiseln und Kegelspiele. Gezeigt wird auch die Fertigung der typischen
Reifentiere - vom traditionellen Leimfarbenanstrich bis zum sogenannten
Kreidevieh, einer Variante, die um 1900 sehr verbreitet war. |
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Am
originalen Standort Vorführen lassen und zum Teil Mitmachen
- das begeistert die Gäste besonders. So werden handgespaltene Schindeln
zur Eindeckung der Häuser gefertigt. Dafür ist ein ausgesuchter
Fichtenstamm auf die üblichen Längen von etwa 50 cm zuzuschneiden
und radial aufzuspalten. Die konischen Brettchen müssen anschließend
auf der Schnitzbank mit einer Spitze und der handgearbeiteten Nut versehen
werden. |
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Für
die "kleinen Gäste" gibt es stets eine "Kinderwerkstatt". Dort
wird gebastelt oder werden traditionelle Handarbeiten in kindgemäßer
Weise probiert. Beliebt ist das Schablonieren mit alten Dekoren. Daneben
sind historische Spiele vorbereitet. |
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Im
Herbst gibt es eine zünftige Kartoffelernte mit Pferd und Schleuder
- Kinder helfen beim Kartoffel-Lesen und lernen die bäuerlichen Mühen
beim Einbringen der ernte kennen. |
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Von
erfahrenen Handwerksmeistern der näheren Umgebung und Museumsmitarbeitern,
die die althergebrachten Techniken und Bearbeitungsmöglichkeiten
beherrschen, werden alte Werkzeuge und Maschinen in Gebrauch genommen,
um traditionelle Handwerksarbeiten des Erzgebirges, vor allem der Holzverarbeitung
auszuführen. Häusliches Nebengewerbe, wie das Besenbinden,
ist fester Bestandteil der Vorführungen. |
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