ZUM SPIELZEUGMUSEUMSONDERAUSSTELLUNG
November 2011 - 28.10. 2012

Spiel - Bau - Stein
2 Jahrhunderte erzgebirgische Baukästen
und Konstruktionssysteme

 
Über die Anfänge der Baukastenproduktion im Erzgebirge ist wenig bekannt, das Waldkirchner Musterbuch um 1850 zeigt bereits einen Baukasten.


Nach 1860 war es vor allem der Ort Blumenau, der die Entwicklung bestimmte. Hier entstanden innerhalb weniger Jahrzehnte bedeutende Fabriken, u.a. 1860 die Baukastenfabrik E. Reuter, 1873 die Fabrik Carl Fritzsche, 1878 die von Louis Engel & Co.


Zu einem Merkmal der Blumenauer Herstellung wurden farbig geprägte bzw. durch Rollendruck gefertigte Fassaden-Baukästen. Darin fanden sich oft Fenster, ursprünglich mit a
ufwendig bemaltem Glas, später mit in Pappprägung gehaltenen Kunststoff-Folien.





Die Fabrik S. F. Fischer in Oberseiffenbach hat einen anderen Ausdruck hervorgebracht und ihre spezielle Richtung durch Fröbel´sche Anregungen und dessen Spielgaben entwickelt. Nach 1910 ergänzten kleinteilige Themenbaukästen, später Beschäftigungsmaterialien das Sortiment.

Als Exot gilt die Firma P. B. Frosch, die um 1900 in Heidelberg bei Seiffen gewirkt hat.

Die Sonderausstellung zeigte vielfältige Baukästen, Konstruktionssysteme und Legespiele aus Holz, wobei im Mittelpunkt die Fabrikationsgeschichte der Oberseiffenbacher Produktionsstätte "S.F.Fischer" steht, die 1850 mit der Herstellung von Holzbaukästen begann und an deren Standort bis 1990 produziert wurde.


In der Ausstellung werden auch erzgebirgische Baukasten-Manufakturen der Gegenwart vorgestellt.



ZUM SPIELZEUGMUSEUM  zurück