ZUM SPIELZEUGMUSEUMSONDERAUSSTELLUNG
März 2009 - Oktober 2009

SPIELWERK 09
Professor Gerd Kaden wird 60. Ein bildnerischer Rückblick
 
Die Ausstellung versteht sich als Retrospektive des Schaffens des Holzgestalters und Hochschullehrers Gerd Kaden. Gerd Kaden gilt zu recht als jener, der im Entwurf, in der Technologie, mithin ebenso in der Forschung und Lehre, die Entwicklung des Erzgebirges über die letzten Jahrzehnte maßgeblich und erfolgreich mit beeinflusst hat. Handwerkliche Traditionen und kulturelle Konventionen vermochte er mit Weltoffenheit und visionärem bildnerischen Denken und Handeln zu verbinden. Eine Spuren- suche führt dies anschaulich vor Augen. Serielles als Nussknacker, Räuchermann oder Leuchter, insbesondere aber seine zahl- und variantenreichen Bau- und Spielsysteme, schrieben und schreiben Design- und Produktgeschichte. Die Schau stellt mit mehr als 100 Objekten inbesondere das neue Holzspielzeug "made by Kaden" in den Mittelpunkt, ganz gleich, ob konstruktiv, aktionsreich für das Kind oder zur geistigen Erbauung für den Erwachsenen.
Der Titel beinhaltet die beiden Worte SPIEL und WERK. Der doppelte Sinn ist gewollt. Spielwerk steht für das Ergebnis, aber auch für eine Art Gestaltungsmethode des Spielens mit Formen. Kadens Fähigkeit, Technischkonstruktives mit Formelementen zu überlagern, die aus der kreisförmigen Bewegung der Drehspindel kommen, hat zu neuartigen Ausdrucksweisen geführt. Die Ausstellung zieht auch mit Ergebnissen der künstlerischen Lehre Bilanz und dokumentiert die Facetten gestalterischer Arbeit -  beispielhaft am Prinzip der „Vielfalt des Einfachen“. Als gebürtiger Seiffener und gelernter Holzspielzeugmacher schließt sich damit ein Kreis. 
Der Viertelkreis schließlich, sowie Montagelemente und die hölzerne Kugel, beherrschen vor allem die vielfältigen Bahn- und Rollanlagen. Die Schau ist hierbei zum aktiven Mitmachen angelegt, es kann und soll gespielt werden.

ZUM SPIELZEUGMUSEUMERZGEBIRGISCHES SPIELZEUGMUSEUM SEIFFEN