ZUM SPIELZEUGMUSEUMWEIHNACHTSSCHAU
November 2008 - März 2009

Leuchter, Pyramiden und Krippen aus dem Spielzeugland
 
Seit 2 Jahrhunderten entstehen im Erzgebirge individuelle weihnachtliche Schmuckobjekte. 
In der Seiffener Region betraf das vor allem prachtvoll gestaltete Stufenpyramiden und Hängelaufleuchter, die die eigentümliche, religiös-frömmige und auf individuelles Erleben gerichtete Atmosphäre an den erzgebirgischen Vorweihnachtsabenden noch heute erahnen lassen. Die diesjährige Weihnachtsschau im Spielzeugmuseum stellt viele dieser weihnachtlichen Kostbarkeiten der Museumssammlung vor, darunter bemerkenswerte Schwebeengel-Leuchter. Im Zentrum stehen besonders solche Exponate, die erst in den letzten Jahren in die Museumssammlung gekommen sind. Unter den Krippenfiguren sind jene aus der sogenannten "Masse" gedrückten Sortimente hervorzuheben, die oft als Schachtelware gehandelt wurden.
Unter den stimmungsvoll inszenierten Schaustücken sind barock anmutende Ketten- und Spinnenleuchter, aber auch figurenreiche Stockwerkspyramiden und orientalische Landschaften zu finden. Viele dieser Objekte sind markante Beispiele für die bergmännische Lichterweihnacht, aber auch für den meisterhaften Einsatz der Drechseltechnik,  wobei Drehteile phantasievoll beschnitzt, filigran durchbrochen oder virtuos kombiniert und montiert werden. Schauen, Träumen und Staunen gehören zum Ausstellungsrundgang besonders bei den Krippenszenen und Krippenhäusern. Technologische Modelle, Massefiguren, Papier- und Zinnarbeiten, aber auch Entwürfe und Muster der Spielzeugfachschulen bereichern die Exposition. Gerade in den 1930er bis 1960er Jahren entstanden neue Gestaltungsformen und kunstgewerbliche Produktlinien.

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