ZUM SPIELZEUGMUSEUMAUSSTELLUNGEN ARCHIVIERT
Ausstellungsdokumentation 

Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen  - Juni 2002 bis Januar 2003
SAMMELSURIUM


10 Jahre Förderverein Museum Seiffen 
Jubiläumsausstellung “Sammelsurium” präsentierte Kostbarkeiten der Vereinsmitglieder

Als Ende Februar 1992 ein kleines Blättchen unter der Überschrift “DAS DREHWERK Nr. 1 -  Mitteilung des Seiffener Museumsfördervereins” zur offiziellen Gründungsversammlung einlud, vermochte noch niemand abzuschätzen, welche besondere und wichtige Rolle dieser Verein spielen würde. Die Erwartungen waren vielgestaltig. Vor allem erhoffte man sich eine inhaltliche Mitarbeit, indem sich Sachinteressierte am Forschen und Publizieren beteiligen und durch ihr Mittun die Museumsarbeit bereichern. Zugleich sollte der Verein die Schar der Sammler und Liebhaber zusammenführen. Ihre Kompetenz war bei der Erweiterung des Museumsfundus gefragt.

Vereinsarbeit war auch gedacht als eine Plattform, auf der zusätzliche Angebote, wie Vorträge, Musikabende, Museumsfeste, Bildungsfahrten usw. organisiert und finanziert werden könnten. Schließlich war es ebenfalls Absicht, Handwerk, Industrie und Verbände mit in das “Museumsboot” zu bekommen. Als Fazit zum 10-jährigen Vereinsjubiläum konnte nun bilanziert werden: Die meisten Zielstellungen wurden erreicht. Mehr noch, der Verein konnte wertvolle internationale Verknüpfungen herstellen und hat auch eine gewaltige finanzielle Förderung realisiert, wie Erwerbungen unersetzbarer historischer Sammelstücke, der Internetauftritt des Spielzeugmuseums oder die Drucklegung von Büchern, Plakaten oder Eintrittskarten belegen. 

Zur jüngsten Aktivität des Vereins, der heute über 170 Mitglieder aus 3 Kontinenten umfasst, gehörte die vereinseigene Sonderschau “Sammelsurium”.  Zu sehen waren neben auserlesenen Sammlerstücken auch selbst gedrechselte Objekte oder in Bild und Text dokumentierte Erinnerungen. In der Mannigfaltigkeit der Beiträge, vom historischen Original bis zum Buch, machte die Sonderausstellung die verschiedenen emotionalen Bindungen der Ausstellenden zum Phänomen “Erzgebirge” erlebbar. 

Hervorzuheben sind Holzarbeiten aus anderen Regionen Europas oder ein Forschungsprojekt zur Produktgeschichte einer Familienwerkstatt. Die Ausstellung, präsentierte auch Arbeiten der deutschen Miniaturistenszene. Das sind kleinste Kompositionen von Möbeln, Figuren oder Accessoires, maßstabgebunden und in kunsthandwerklicher Meisterschaft gefertigt. Interessenten für eine Mitgliedschaft im Seiffener Förderverein sollten sich an das Museum wenden (Telefon 037362-8239).



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